Referenz
Glossar Microsoft-Lizenzen
Verständliche Definitionen der Begriffe, die Ihnen auf jeder Produktseite, Rechnung und Aktivierungsmaske begegnen.
Wenn Ihnen ein Begriff in unseren Ratgebern, Vergleichstabellen oder Produktbeschreibungen unklar ist, schlagen Sie ihn zuerst hier nach. Die Definitionen sind bewusst kurz — meist zwei Sätze — und verlinken auf den ausführlichen Ratgeber, wenn Sie tiefer einsteigen möchten.
A
- Abo-Lizenz
- Wiederkehrende Gebühr, die die Software aktiv und aktuell hält. Läuft das Abo aus, wechselt sie in einen eingeschränkten oder Nur-Lese-Modus (Beispiel Microsoft 365).
- Active Directory
- Microsofts Verzeichnisdienst für Benutzer-, Gruppen- und Computerkonten in einem Windows-Netzwerk. Läuft auf Windows Server mit der AD-DS-Rolle.
- Always On-Verfügbarkeitsgruppen
- SQL Server-Enterprise-Funktion für hochverfügbare Replikate einer oder mehrerer Datenbanken über mehrere Server mit automatischem Failover.
- Azure Hybrid Benefit
- Rabatt, mit dem On-Prem-Lizenzen für Windows Server oder SQL Server mit Software Assurance auf Azure-VMs günstiger werden.
B
- BitLocker
- Vollverschlüsselung in Windows Pro und höher. Nutzt TPM-gebundene Schlüssel, sodass die Platte ausgebaut unlesbar ist.
Verwandter Ratgeber: BitLocker aktivieren
C
- CAL
- Client Access License — nötig für jeden Nutzer oder jedes Gerät, das auf Windows Server, SQL Server oder Exchange zugreift. Pro Nutzer oder pro Gerät erhältlich.
- Click-to-Run
- Streaming-Installer-Technologie von Office 2016+ und Microsoft 365. Lädt einen kleinen Bootstrapper, der den Rest streamt und monatlich aktualisiert.
- Core-Lizenzierung
- Windows Server und SQL Server werden pro physischem Kern lizenziert (mind. 16 Kerne pro Server für Windows Server). Hyper-Threading zählt nicht, nur physische Kerne.
Verwandter Ratgeber: SQL CAL vs. Core
D
- Dauerlizenz
- Einmalkauf, der die dauerhafte Nutzung einer bestimmten Softwareversion erlaubt. Office 2024 und Windows 11 sind Dauerlizenzen, Microsoft 365 nicht.
- Domänenbeitritt
- Aufnahme eines Windows-PCs in eine Active-Directory- oder Entra-ID-Domäne für zentrale Anmeldung, GPOs und gemeinsame Ressourcen. Pro oder Enterprise erforderlich.
E
- Erweiterte Sicherheitsupdates (ESU)
- Kostenpflichtige Sicherheitsupdates nach dem Mainstream-Support-Ende. Für Windows 10 (Ende 2025) bis zu drei Jahre verlängerbar.
- ESD-Lieferung
- Electronic Software Delivery — Produktkey und Download-Link kommen nach dem Kauf per E-Mail. Industrieller Standard für digitale Auslieferung seit 2010.
Verwandter Ratgeber: Windows 10 ESU erklärt
F
- FPP
- Full Packaged Product — Microsofts offizielle Bezeichnung für Retail-Lizenzen an Endkunden. Übertragbar, nicht an Hardware gebunden.
H
- Hyper-V
- Microsofts Typ-1-Hypervisor, enthalten in Windows Pro/Enterprise und Windows Server. Führt Linux- und Windows-VMs ohne Drittsoftware aus.
K
- KMS
- Key Management Service — interner Server, der volumenlizenzierte Windows- und Office-Clients in 180-Tage-Zyklen aktiviert. Mindestens 25 Windows- oder 5 Office-Clients erforderlich.
L
- LTSC
- Long-Term Servicing Channel — Windows- oder Office-Zweig, der 5–10 Jahre nur Sicherheitsupdates erhält, ohne neue Funktionen. Für Kioske, Medizingeräte und gesperrte Arbeitsplätze.
M
- MAK-Key
- Multiple Activation Key — Volumenlizenzschlüssel mit fester Anzahl Einmal-Aktivierungen bei Microsoft. Wird von Unternehmen für Offline- oder ungemanagte Geräte genutzt.
- Microsoft 365 Copilot
- KI-Add-on, das in Word, Outlook, PowerPoint, Excel und Teams Inhalte aus den Tenant-Daten erstellt. Setzt ein kommerzielles Microsoft 365-Abo voraus.
O
- OEM-Lizenz
- OEM-Lizenz vom Gerätehersteller — wird mit einem fertigen PC verkauft und ist an dessen Mainboard gebunden. Nach der Aktivierung nicht legal auf einen neuen Rechner übertragbar.
- Office Deployment Tool
- Kostenloses Microsoft-Kommandozeilen-Tool (setup.exe), das Office anhand einer XML-Konfiguration installiert — Architektur, Kanal, Sprache und Apps wählbar.
- OneDrive
- Microsofts Cloud-Dateispeicher. M365 Single bietet 1 TB pro Nutzer, Family gibt 1 TB an jeden von sechs Nutzern.
- OSE
- Operating System Environment — laufende Windows-Instanz (physisch oder virtuell). Windows Server Standard deckt zwei OSEs pro Server, Datacenter unbegrenzt.
- Outlook
- Microsofts Mail- und Kalender-Client. In Office Home & Business+ und jedem Microsoft 365-Plan enthalten. Die neue Outlook-App ersetzt 2024+ die Windows-Mail-App.
Verwandter Ratgeber: Retail vs. OEM
Verwandter Ratgeber: ODT-Anleitung
R
- Remotedesktop (RDP)
- Microsoft-Protokoll für den Fernzugriff auf eine Windows-Sitzung. RDP-Server benötigt Windows Pro/Enterprise oder Windows Server (Home nicht möglich).
- Retail-Lizenz
- Vollversion (FPP), an Endkunden verkauft. Übertragbar: auf dem alten PC deaktivieren, auf dem neuen aktivieren.
S
- Secure Boot
- UEFI-Funktion, die nur signierte Bootloader lädt und so Pre-OS-Rootkits verhindert. Pflicht für Windows 11, für moderne PCs empfohlen.
T
- TPM 2.0
- Trusted Platform Module v2 — Hardware-Kryptochip, den Windows 11 für Secure Boot, BitLocker und Windows Hello voraussetzt. Die meisten PCs ab 2018 haben ihn (im BIOS oft als fTPM).
Verwandter Ratgeber: Risiken TPM-Umgehung
V
- Volumenlizenz
- Microsoft-Lizenzprogramm (Open, MPSA, Enterprise Agreement) für Organisationen ab 5 Lizenzen. Pro Lizenz günstiger als Retail, verwaltet im VLSC.
W
- Windows Hello
- Biometrische Anmeldung (Gesicht, Fingerabdruck, PIN) in Windows 10/11. Erfordert TPM und entweder eine IR-Kamera oder einen Fingerprint-Sensor.
- WSUS
- Windows Server Update Services — kostenlose Rolle auf Windows Server, die Windows- und Office-Updates für ein Firmennetz zentral verteilt.
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